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Börse nach der Corona-Krise – worauf sollte man setzen ?

LESER-BRIEF | Corona-Krise lässt die Aktienbörsen in sich zusammenbrechen

Sven Jösting, Börsen-Experte

Die Corona-Krise hat die Aktienbörsen in sich zusammenbrechen lassen. Es gibt aber auch die Zeit nach der Krise und da sollte man sich auch drauf einstellen, wenn man an der Aktienbörse investieren will.

Auf irgendwelche Staatsanleihen zu setzen, birgt die große Gefahr weiterer Verluste, denn die enormen Liquiditätshilfen der Notenbanken stellen neue Staatsschulden dar, die irgendwann zurückgezahlt werden müssten. Bei steigender Inflation und steigenden Zinsen wird all dies zum Bumerang für viele Nationen und für Anleger jeder Coleur.

Die Aktie ist das einzige Anlagemedium mit Substanz  (als Investment besser natürlich nicht als Einzelwert aber über Fonds).

Man sollte als Investor auf die folgenden Aktien als Basis setzen:

  1. Große Standardwerte „Blue Chips“ in etablierten Märkten und hoher Dividendenrendite – auch wenn letztere erst einmal fallen wird, da jedes Unternehmen durch die Corona-Krise Einbrüche in der Geschäftstätigkeit und damit der Ertragslage haben wird. Hat heute die BASF-Aktie eine Rendite von über 8 %, so wird sich diese durch vorübergehende Dividendensenkung vielleicht auf die Hälfte reduzieren, aber das ist dann immer noch eine gute Rendite. Und mittel-bis langfristig wird das Geschäft wieder laufen und die Dividenden steigen wieder – parallel dann auch der Aktienkurs. Börse ist ein Antizipationsmechanismus, der Zukunft erahnt.
  2. Aktien von Unternehmen mit Aktienrückkauffantasie aus dem Blue-Chip-Bereich – solche mit sehr stark gefallenen/gedrückten Kursen – werden von sehr stabilen Unternehmen sicherlich genutzt, Aktienrückkäufe an der Börse zu lancieren, um die Kurse zu stabilisieren aber auch davon zu profitieren, wenn man aufgekaufte Aktien als „Währung“ nimmt, andere Unternehmen via Aktientausch zu kaufen oder aber zu löschen und damit den Gesamtbestand an Aktien zu reduzieren.
  3. Viele Unternehmen, die börsennotiert sind, könnten Opfer einer Übernahmeofferte oder zum Fusionspartner werden – aber nur mit schönem Aufgeld zu heute stark gedrücktem Aktienkurs.
  4. Unternehmen mit hohem Short-Interest, d. h. wo es viele Leerverkäufe gibt, könnten zu Eindeckungskäufen führen, da man (Short-Seller) seinen Gewinn bereits aus stark gefallenden Kursen durch Realisierung/Eindeckung buchmäßig erzielt hat. Vielleicht werden Short-Sales auch seitens der Börsen verboten, sodass die Eindeckung von leer verkauften Aktien keine Option mehr ist, sondern eine klare Vorgabe. Dann könnten Short-Seller gar unter Druck geraten und dem Super-Gau ausgesetzt sein = einem Short-Squeeze = Eindecken um jeden Preis.
  5. In die Zukunft investieren! Börsennotierte Unternehmen mit sehr guten Zukunftsperspektiven in Zukunftsmärkten gehört weiterhin eine hohe Aufmerksamkeit. Hierzu zähle ich den Bereich der Brennstoffzelle und Wasserstoff (grün + blau) = neue saubere Energie in allen Facetten….z.B. Ballard Power.

Krise eventuell als produktiver Zustand – das Leben geht weiter – auch an der Börse.

Und auch klar: jeder Anleger muss seine Risikotoleranz selbst einschätzen können. Man muss Fonds suchen, die viele Aktien mit den o.g. Kriterien im Portfolio halten.

Ich bin im Thema seit über 40 Jahren …. früher beruflich u.v.a.

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