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Nachhaltige Fonds mit festen ethischen, sozialen und ökologischen Kriterien

Was bedeuten Investments in nachhaltige Fonds für eine kirchliche Bank, die ihren Fokus auf christlichen Werten hat? Das wollten wir von Susanne Hammans von der KD-Bank wissen.

Susanne Hammans Presse- und Öffentlichkeitsarbeit KD-Bank

INTERVIEW

BOERSE-N.de: Was verstehen Sie unter nachhaltigen Fonds?

SUSANNE HAMMANS: Als Bank für Kirche und Diakonie stehen wir für eine ganzheitliche Umsetzung christlicher Werte in allen Finanzgeschäften. Ethisch-nachhaltige Geldanlage heißt für uns, verantwortungsvoll mit Geld umzugehen. Dazu zählen auch Anlagen in Investmentfonds mit einem nachvollziehbaren nachhaltigen Ansatz, das heißt die Auswahl der Werte des Fonds erfolgt nach festen ethischen, sozialen und ökologischen Kriterien.

Welche nachhaltigen Fonds haben Sie im Angebot?

Wir halten eine breite Palette ethisch-nachhaltig orientierter Investmentfonds vor, die den unterschiedlichen Ansprüchen unserer Kunden genügen. Mit dabei sind reine Aktienfonds, Rentenfonds, Mischformen sowie Immobilienfonds.

Fonds wie den KinderZukunftsFonds oder den FairWorldFonds haben wir selbst mitentwickelt und erfolgreich am Markt platziert. Wir arbeiten in den Kriterien- und Anlageausschüssen gestaltend mit.

Ein Auszug aus unserer Palette, die die Nachhaltigkeitskriterien der Europäischen Union (EU-Taxonomie, Artikel 8) als auch den Leitfaden für ethisch-nachhaltige Geldanlagen der evangelischen Kirche erfüllen:

Aktienfonds: Ökoworld Ökovision Classic
Rentenfonds: FairZinsGlobal
Mischfonds: FairWorldFonds, KinderZukunftsFonds, Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Mix
Immobilienfonds: KCD-Catella Nachhaltigkeit Immobilien Deutschland, Quadoro Sustainable Real Estate Europe Private  

Welcher Fonds ist für welchen Anleger-Typ der richtige und warum?

Das ist sehr individuell. Die jeweiligen Anlageziele, die Risikobereitschaft und der Zeithorizont sind entscheidend. Darüber hinaus sollten sich Anleger*innen fragen, welche Ambition sie in Sachen nachhaltiger Kriterien verfolgen möchten. Auch hier gibt es unterschiedliche Niveaus bei den Anlageprodukten. In einem Beratungsgespräch gleichen wir diese Anforderungen ab und können gemeinsam mit unseren Kunden eine passende Wahl treffen.

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Welche Vorteile sehen Sie bei nachhaltigen Fonds gegenüber ETF, die ebenfalls nachhaltige Kriterien berücksichtigen?

ETF können nach unserer Einschätzung ein Einzelbaustein sein, bieten aber kein ganzheitliches Lösungskonzept. Gerade in Marktphasen mit höheren Schwankungen laufen Kunden, die in ETF investiert sind, Gefahr, dass sie zu lange in der falschen Anlageklasse oder in den falschen Einzelwerten eines Index investiert bleiben. Wir sind davon überzeugt, dass Anleger mit einem risikoorientierten aktiven Fondsmanagement solche Marktphasen besser überstehen können. Ein weiterer Vorteil ist, dass Werte in einem Investmentfonds tatsächlich erworben werden. Im Gegensatz dazu werden manche Indizes synthetisch über derivative Finanzinstrumente abgebildet. Dies hat in der Regel negative Steuereffekte für Kunden und birgt ein Kontrahentenrisiko. Die Bonität des Herausgebers des ETF spielt also eine wichtige Rolle.

Bei einer individuellen Überprüfung nachhaltiger ETF stellen wir zudem regelmäßig fest, dass der Grad der Nachhaltigkeit gering ist. Nachhaltige ETFs weisen häufig nur einfache Ausschlusskriterien oder Best-In-Class-Ansätze auf. Im Ergebnis finden wir Unternehmen und Länder in diesen Produkten, die gemäß Leitfaden für ethisch-nachhaltige Geldanlagen der evangelischen Kirche ausgeschlossen sind.

Was sollten Anleger*innen im Vorfeld klären, wenn sie in nachhaltige Fonds investieren möchten?

Grundsätzlich stehen die gleichen Überlegungen wie bei einer herkömmlichen Anlage an. Anlagehorizont, Anlageziel und die Risikobereitschaft stehen im Mittelpunkt. Zusätzlich ist zu klären, welche Erwartungen an die nachhaltige Ausrichtung bestehen: Stehen soziale, ökologische und/oder Governance Themen im Vordergrund. Viele unserer Kundinnen und Kunden orientieren sich am Leitfaden für ethisch-nachhaltige Geldanlage in der evangelischen Kirche, der von der EKD herausgegeben wurde. Genau diese Ansprüche erfüllen Anlagen bei der Bank für Kirche und Diakonie und auch viele unserer nachhaltigen Investmentfonds.

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